Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

GLOSSAR

Was ist eine KVG und welche Aufgaben hat sie?

Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGs) sind Unternehmen, deren Aufgabe in der Verwaltung von Investmentvermögen besteht.


Sie managen Wertpapier-Investmentfonds (OGAWs) oder Sachwerte-Investmentfonds (AIFs) und haften gegenüber den Anleger/innen dafür. Zu den Kernaufgaben zählen das Auswählen von Investitionsobjekten und die „Due Diligence“, das Portfolio- und das Risikomanagement sowie die Führung des Anlegerregisters. Bei ihren Entscheidungen sind KVGen an die jeweilige Anlagestrategie des AIF und den Gesellschaftsvertrag gebunden.


Alle „Organismen für eine gemeinsame Anlage von Wertpapieren“ (OGAWs) und Alternativen Investmentfonds (AIF) müssen zwingend eine KVG nachweisen, von der sie verwaltet werden. Jeder Fonds darf nur eine zuständige KVG haben, aber jede KVG darf mehrere Fonds gleichzeitig verwalten.


Welche Organe hat eine KVG?

Zu der Gesellschaft gehören eine Geschäftsleitung und ein Aufsichts- oder Beirat als Kontrollorgan. Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Überwachung sämtlicher Abläufe und Einhaltung aller Regeln und wurde von der BaFin als sachverständig, erfahren und zuverlässig eingestuft und zugelassen.


Kann jedes Unternehmen als KVG fungieren?

Nein. Bevor ein Unternehmen als KVG fungieren kann, muss es ein Erlaubnisverfahren bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durchlaufen. Hierzu nötig ist neben der personellen Ausstattung auch der Nachweis fundierter Prozesse in den Bereichen Risiko- und Liquiditätsmanagement, Reporting, Compliance sowie Rechnungslegung.