Weichkosten

GLOSSAR

Was sind Weichkosten?

Der Begriff „Weichkosten“ wird in der Regel im Zusammenhang mit Geschlossenen Alternativen Investmentfonds (ehemals: „geschlossene Fonds“) verwendet.


Er bezeichnet jenen Teil der Kosten, die keinen direkten Bezug zu den Investitionsobjekten haben. Das entsprechende Kapital fließt also nicht in die Investitionsobjekte oder Nebenkosten für den Erwerb von Investitionsobjekten (wie beispielsweise die Notargebühr beim Kauf einer Immobilie).


Stattdessen entstehen Weichkosten in der Regel bei der Strukturierung, Platzierung und Verwaltung des Fondsvehikels. Typische Beispiele dafür sind:


  • Vertriebs- und Vermarktungskosten des Fonds
  • Verwaltungsgebühren der Kapitalverwaltungsgesellschaft
  • Die Vergütung für Komplementäre der Fondsgesellschaft
  • Kosten für die Strukturierung und Konzeptionierung des Produkts
  • Gebühren für den Treuhänder und die Verwahrstelle
  • Finanzierungsvermittlungsprovisionen


Warum sind die Weichkosten relevant für Anleger*innen?

Die Weichkosten eines Produktes können deutliche Auswirkungen auf seine Rendite haben, denn das entsprechende Geld muss wieder erwirtschaftet werden, bevor Anleger*innen eine positive Rendite erhalten können.


Dass ein Produkt mit hohen Weichkosten auch eine hohe „Qualität“ besitzt, ist alles andere als sicher. Im Gegensatz zu Renovierungs- und Instandhaltungskosten tragen Weichkosten nicht zu einer Aufwertung oder dem Werterhalt der Investitionsobjekte bei.


Außerdem fallen viele Weichkosten selbst dann an, wenn die Investitionsobjekte weniger Erlöse erzielen als geplant. Dann können Sie die verbleibende Rendite noch einmal deutlich mindern oder sogar zu Verlusten führen.


Wie können Anleger*innen Weichkosten sparen?

Auf die Weichkosten eines bereits gekauften Produktes haben Anleger*innen kaum Einfluss. Sie haben jedoch die Möglichkeit, vor dem Investment verschiedene AIFs zu vergleichen und jene zu meiden, die vergleichsweise hohe Weichkosten haben.


Wo können Anleger*innen die Weichkosten eines Produkts einsehen?

Während die Kostenstrukturen bei „Geschlossenen Fonds“ teilweise unübersichtlich und komplex waren, ist mittlerweile eine einfache und einheitliche Darstellung verpflichtend.


Dabei müssen die maximalen Summen angegeben werden, die der Fondsgesellschaft für einzelne Posten in Rechnung gestellt werden dürfen. Darüberhinausgehende Kosten müssen vom Fondsanbieter übernommen werden.


Anleger*innen finden die entsprechenden Angaben im Verkaufsprospekt und in den „Wesentlichen Anlegerinformationen (wAI)“ eines AIFs.


Wie können Anleger*innen die Weichkosten eines Produkts bewerten?

Die Verkaufsprospektprüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) enthält keine Einschätzung darüber, ob die kalkulierten Weichkosten eines Produktes „fair“ oder „angemessen“ sind.


Auch bei Fondsratings sollten sich Anleger*innen informieren, inwieweit sie als Faktor ins Rating-Verfahren einbezogen wurde. Ein gutes Rating impliziert nicht notwendigerweise, dass die Weichkosten des Produktes niedrig angesetzt sind.


Am aussichtsreichsten ist es deshalb, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen oder die Weichkosten selbst einzuschätzen. In den Vertriebsunterlagen müssen sie ins Verhältnis zum kalkulierten Eigenkapital des Fonds gesetzt werden und sind somit vergleichbar.


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