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Mezzanine-Kapital

GLOSSAR

Mezzanine-Kapital (alt.: Mezzanine-Finanzierung) bezeichnet im rechtlichen und wirtschaftlichen Sinn eine Mischform aus Eigenkapital und Fremdkapital. Der Fremdkapitalnehmer kann das ihm zugeführte Kapital als Eigenkapital im Unternehmen ausweisen, die Fremdkapitalgeber werden mit ihrer Anlage jedoch nicht zu Mitgesellschaftern und haben auch nicht dieselben Rechte und Pflichten zu erfüllen. Unternehmen nutzen Mezzanine-Kapital zur Finanzierung von Projekten oder Anschaffungen.

Seit gesetzlichen Änderungen durch Basel II und III in der Kreditvergabe durch Kreditinstitute, erfolgen Finanzierungen oftmals über drei Bausteine: der Großteil der Finanzierungssumme wird weiterhin (bis ca. 90%) über Bankdarlehen gedeckt, hinzu kommen zu ähnlichen Anteilen Eigen- und/oder Mezzanine-Kapital. Dieses wird vorrangig für Start- oder Zwischenfinanzierungen von Projekten genutzt und von Unternehmen nur für relativ kurze Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten nachgefragt.

Mezzanine-Kapitalgeber erhalten auf ihr eingesetztes Kapital eine Rendite, die oftmals weit über aktuellen Zinssätzen für Anlagen mit ähnlichen Laufzeiten liegen. Hintergrund ist das höhere Risiko, dass Kapitalgeber durch die Anlage in Mezzanine-Kapital eingehen. Im Falle einer Insolvenz des Projektträgers oder wenn das Projekt nicht umgesetzt werden sollte, werden sie nachrangig behandelt. Sie erhalten ihr eingesetztes Kapital erst nach anderen Fremdkapitalgebern, jedoch vor den eigenkapitalgebenden Gesellschaftern zurück.

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