Baulast

GLOSSAR

Was ist eine Baulast

Im Baulastenverzeichnis eingetragene Bebaubarkeitsbeschränkung für ein Grundstück. Sie sind in der Regel nicht im Grundbuch einsehbar, können aber bei der Baubehörde angefragt werden.


Eine Baulast ist die freiwillig vereinbare Pflicht zur Herstellung, Duldung oder Unterlassung von Verhältnissen, die die Voraussetzung für die Rechtmäßigkeit bilden.


Beispiele dafür sind:


  • Unter einem Grundstück verläuft eine Gasleitung. Es wird vereinbart, dass der Bereich über der Gasleitung nicht bebaut werden darf, damit die Gasleitung bei einem Rohrbruch gewartet werden kann.
  • Grundstück B liegt nicht direkt an der Straße, sondern ist nur über Grundstück A zu erreichen. Es wird vereinbart, dass Grundstück A niemals so bebaut werden darf, dass der Weg zu Grundstück B versperrt ist.


Baulasten werden oft dann verwendet, wenn Nahe an der Grenze eines Gründstücks gebaut wird. Sie haben keine langfristigen Vorteile für den Grundstücksbesitzer und können den Wert eines Grundstücks deutlich mindern. Häufig müssen Grundstücksbesitzer trotzdem der Eintragung einer Baulast zustimmen, weil sie sonst keine Baugenehmigung für ihr Bauvorhaben erhalten würden.


Welche Bedeutung haben Baulasten für Immobilienprojekte?

Baulasten können dazu führen, dass Immobilienprojekte nicht in der geplanten Form durchgeführt werden dürfen.


Da sie oft nicht im Grundbuch eingetragen sind, können Sie von einem unvorsichtigen Grundstückskäufer „übersehen“ werden. Ignoriert ein Bauherr eine Baulast, droht im ein Gerichtsverfahren.