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Private Equity Investments: Die Chancen und Risiken

ARTIKEL 09.05.2019

„Private Equity“ besitzt ein Flair von Abenteuer und Exklusivität. Doch was hat es mit der Anlageklasse wirklich auf sich, und wie können Privatanleger sich beteiligen?


Was ist „Private Equity“?

Der Begriff „Private Equity“ bezeichnet Beteiligungen an nicht an der Börse notierten Unternehmen.


Private-Equity Firmen nutzen in der Regel Anlegerkapital und Bankdarlehen, um Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen zu akquirieren und operativen Einfluss auf sie zu nehmen.


Das Ziel der Maßnahmen ist die Steigerung des Unternehmenswertes, sodass die Anteile nach rund vier bis sechs Jahren mit Gewinn an der Börse oder an andere Investoren verkauft werden können.


Private Equity-Unternehmen operieren meist über Fondskonstrukte, die Gelder von institutionellen und semiprofessionellen Anlegern sammeln und in mehrere Unternehmen investieren. Dabei nutzen sie in der Regel nicht sofort die komplette Anlagesumme, sondern rufen die Gelder schrittweise über bis zu fünf Jahre von den Investoren ab.


Private Equity-Fonds können sich auf unterschiedliche Strategien spezialisieren:


  • „Buyout“-Fonds kaufen Anteile funktionierender Unternehmen und steigern durch operative Verbesserungen den Unternehmenswert.
  • „Distressed“ oder „Turnaround“-Fonds spezialisieren sich auf Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten und sanieren diese anschließend.
  • „Secondary“-Fonds kaufen Beteiligungen von anderen Private Equity Fonds, um beispielsweise das Geld der Anleger schneller platzieren zu können und die Kapitalbindungsdauer zu verkürzen.


Bei Anlegern stößt Private Equity auf Interesse, weil die Anbieter mit der Chance auf Überrenditen gegenüber Aktien-Investments werben. Tendenziell besteht dabei auch ein höheres Risiko, dass keine attraktiven Renditen erzielt werden können oder die Anleger Verluste hinnehmen müssen.


Private Equity-Investments sind generell nicht liquide. Weil die Umstrukturierung von Unternehmen Jahre dauert, ist das Kapital in Private Equity-Beteiligungen meist mindestens zehn Jahre gebunden. Häufig wird argumentiert, dass sich dieser Faktor in einer „Illiquiditätsprämie“ gegenüber dem Aktien-Investment niederschlägt.


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Wie können Privatanleger in Private Equity investieren?

Private Equity Fonds haben hohe Einstiegssummen von mehreren Millionen Euro, so dass sich in der Regel nur institutionelle und semi-institutionelle Anleger beteiligen können.


Eine weniger kapitalintensive und für Privatanleger zugänglichere Möglichkeit sind Dachfonds. Diese investieren das Kapital vieler Anleger in ein Portfolio von Private Equity-Fonds.


Alternativ können Anleger sich auch indirekt über die Aktien von Private Equity-Unternehmen an der Entwicklung des Private Equity-Marktes beteiligen.


Welche Laufzeiten haben Private Equity Fonds?

Private Equity-Fonds und –Dachfonds sind geschlossene Beteiligungen, die in der Regel eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren haben.


Welche Überrenditen erzielen Private Equity-Fonds im Vergleich zu Aktien?

Ob Private Equity Überrenditen gegenüber dem Aktienmarkt bieten kann und wie hoch diese sind, ist umstritten.


Die Private Equity-Branche wirbt häufig mit Überrenditen von rund 5 % p.a. Untermauert wird die Behauptung mit Forschungsergebnissen wie einer Meta-Studie von Montana Capital Partners, die historische Überrenditen von 3-5 % p.a. feststellte.


Eine Studie der Luxembourg School of Finance widerspricht diesen Ergebnissen. Nach Ansicht der Forscher beruhen die Renditezahlen der Private Equity Branche auf unvollständigen Daten. Anhand einer eigenen Auswertung stellten sie fest, dass Private Equity im Vergleich zum Aktienmarkt keine risikoadjustierte Überrendite generiert.


Welche Kosten haben Private Equity-Fonds?

Die Mindestanlagesummen von Private Equity-Dachfonds variieren stark und können von rund 2.000 € bis hin zu fünfstelligen Summen reichen.


Dazu kommt eventuell ein Ausgabeaufschlag von rund 5 %.


Bei der Auflage eines Private Equity-Dachfonds fallen „Weichkosten“ an. Rund 10-16 % der Anlegergelder wird nicht in andere Fonds investiert, sondern für die Strukturierung und Vermarktung des Dachfonds aufgewendet.


Sowohl die Fonds wie auch der Dachfonds erheben regelmäßige Verwaltungskosten. Diese sind tendenziell höher als bei Aktienfonds, da der Management-Aufwand höher ist.


Zusätzlich werden teilweise Erfolgsbeteiligungen auf der Ebene des Fonds und/oder des Dachfonds erhoben, wenn die Rendite des betreffenden Fonds die festgelegten Ziele erreicht.


Was ist der Unterschied zwischen Private Equity und „Venture Capital“?

„Venture Capital“ gilt als eine spezielle Unterform des „Private Equity“.


Die Geschäftsmodelle von Venture Capital- und anderen Private Equity-Firmen sind ähnlich: Sie kaufen Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen und nehmen in der Regel operativ Einfluss aufs Unternehmensgeschehen.


Während Private Equity-Firmen sich an etablierten Unternehmen beteiligen, investieren Venture Capital-Geber in junge Unternehmen, deren Wachstumsphase noch bevorsteht.


Kann das Unternehmen wie geplant wachsen, bringt eine Venture Capital-Beteiligung besonders hohe Gewinne. Entsprechend hoch sind die Verlustrisiken. Schätzungsweise erzielen 75 % der Investments von Venture Capital-Firmen keine positive Rendite und müssen mit einzelnen, sehr erfolgreichen Investments überkompensiert werden.


Welche Risiken gibt es für Anleger?

Private Equity-Fonds und –Dachfonds haben Verlustrisiken bis hin zum Totalausfall.


Ob ein Private-Equity-Investment erfolgreich ist, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter das unternehmerische Geschick des Private Equity-Anbieters und die allgemeine Börsenstimmung. Ist diese schlecht, steigt das Risiko das Private Equity-Anbieter ihre Unternehmensanteile nicht zu einem attraktiven Preis verkaufen können.


Durch ihre mehrstufige Struktur haben Private Equity-Dachfonds in der Regel relativ hohe Kosten, die erst einmal durch die Renditen kompensiert werden müssen.


Da Private Equity Fonds ihre Investments in unterschiedlichen Währungen tätigen, können Währungsrisiken bestehen.


Da es keinen „Benchmark“ für Private Equity-Geschäfte gibt, ist die Qualität von Private Equity-Produkten nur sehr schwer einschätzbar. Verbraucherschützer betonen deshalb häufig, dass die Anlageform nur wenig Privatanleger ohne professionelle Investment-Erfahrung geeignet ist.


Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Mindest­­anlage­­summe

Private Equity-Fonds haben i.d.R. zu hohe Einstiegssummen für Privatanleger. Diese können sich indirekt ab rund 2.000 € über Dachfonds beteiligen.

Renditen

Private Equity Anbieter werben mit rund 5 % Überrendite p.a. gegenüber dem Aktienmarkt.

Ge­­bühren

Private Equity-Dachfonds haben meist Ausgabeaufschläge und „Weichkosten“ von 10-15 %. Dazu kommen Verwaltungsvergütungen und eventuell Erfolgsbeteiligungen auf Fonds- und Dachfonds-Ebene.

Lauf­zeiten

Private Equity-Fonds und -Dachfonds laufen i.d.R. 10-15 Jahre.

Sicher­­heiten

Private Equity-Fonds und –Dachfonds unterliegen keiner Einlagensicherung.


Zusammenfassung: Das Chancen-Risiko-Profil


Chancen

  • Private Equity-Fonds bieten die Chance auf Überrenditen gegenüber dem Aktienmarkt.
  • Da Private Equity-Fonds und -Dachfonds in mehrere Unternehmen investieren, haben sie eine eingebaute Risikostreuung.
  • Nach der Investition gibt es keinen Verwaltungsaufwand für Anleger.


Risken

  • Es bestehen Verlustrisiken bis hin zum Totalausfall.
  • Private Equity-Fonds und –Dachfonds sind illiquide und können während der Laufzeit nicht oder nur schwer veräußert werden.
  • Insbesondere Private Equity–Dachfonds haben relativ hohe Kosten, die durch Überrenditen kompensiert werden müssen.

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