Hohe Rendite erzielen 2021: 8 Anlagemöglichkeiten mit Renditechancen

ARTIKEL 15.01.2021

Hohe Renditen sind ein Ziel, das viele Anleger*innen verfolgen. Aber wie erreicht man sie, und sind renditestarke Geldanlage wirklich etwas für Jeden?


Was ist eine „hohe Rendite“?

Wichtig ist zunächst die Frage: Was können Investor*innen realistischerweise erwarten, wenn sie eine „hohe Rendite“ suchen?


Welche Renditen als relativ „hoch“ angesehen werden können verändert sich über die Zeit, denn Faktoren wie die aktuelle Niedrigzinsphase wirken sich indirekt auf die meisten Geldanlagen aus.


Ebenso erwarteten institutionelle Investoren im Jahr 2009 eine Nettorendite von 5,45 % p.a. auf Büroimmobilien, während es 2019 nur 3,15 % waren. Das liegt unter anderem daran, dass aufgrund der niedrigen Finanzierungszinsen und dem Mangel an attraktiven Anlagealternativen viel Kapital in den Immobilienmarkt geflossen ist. Investor*innen mussten immer mehr Geld bieten, um ein Objekt mit einem bestimmten Mietsatz erwerben zu können.


Ebenso erwarteten institutionelle Investoren im Jahr 2009 eine Nettorendite von 5,45 % p.a. auf Büroimmobilien, während es 2019 nur 3,15 % sind. Das liegt unter anderem daran, dass aufgrund der niedrigen Finanzierungszinsen und dem Mangel an attraktiven Anlagealternativen viel Geld in den Immobilienmarkt geflossen ist.


Was also ist zum aktuellen Zeitpunkt eine relativ hohe Rendite? Mit der als „sicher“ angesehenen Geldanlage „Festgeld“ erhalten Anleger bis zu 1,50 % Zinsen p.a. (Vergleich von kritische-Anleger.de; Stand 01/2020). Höhere Renditen lassen sich nur mit realen Verlustrisiken erzielen.


Mit diversen Formen des Crowdinvestings und Crowdlendings lassen sich im deutschsprachigen Raum beispielsweise bis zu 10 % Rendite p.a. (vor Steuern) erzielen, doch besteht in der Regel das Risiko, dass Anleger*innen ihr eingesetztes Vermögen verlieren.


Die Grundfrage: Passt eine hohe Rendite überhaupt zu den eigenen Anlagezielen?

Finanzberater*innen betonen immer wieder, dass die „Renditejagd“ nicht zu allen Anleger*innen passt. Denn auch wenn hohe Renditen erstrebenswert wirken, erfordern sie immer Kompromisse, zu denen nicht Jede*r bereit ist.


Eine als „magisches Dreieck der Geldanlage“ bekannte Faustregel verdeutlicht das:

Magisches Dreieck der Geldanlage

Visualisierung des „magischen Dreiecks der Geldanlage“


Diese besagt: Die drei Faktoren „Rendite“, „Sicherheit“ und „Liquidität“ (Verfügbarkeit) stehen bei der Geldanlage im Spannungsverhältnis zueinander. Wenn Anleger*innen besonders Wert auf einen Faktor legen, müssen sie Abstriche bei den anderen machen.


Hohe Renditen gibt es nur als Prämie für Verlustrisiken, die Anleger*innen eingeht. Wenn sie ihr Vermögen in erster Linie absichern möchte, können sie mit einer relativ sicheren Geldanlage zufriedener sein als mit einer Investition, die ihnen trotz besserer Renditechancen kontinuierlich Sorgen bereitet.



Geldanlagen mit potenziell hoher Rendite

Falls Anleger*innen eine Rendite über dem „sicheren“ Zinssatz erzielen und ihr Vermögen aufbauen wollen, finden sie unter anderem bei den folgenden Anlageklassen entsprechende Chancen:


Robo Advisors

Robo Advisors investieren das Geld automatisiert in ein Portfolio verschiedener Aktien und Anleihen. Viele Anbieter haben dabei den Anspruch, durch wissenschaftlich fundierte Allokationsstrategien Markteinbrüche auszugleichen zu können. Sie versprechen die Renditechancen des Aktienmarktes bei reduzierten Verlustrisiken.


Ob sie dieses Versprechen nachhaltig erfüllen können, ist noch nicht erwiesen. Die meisten Robo Advisors sind erst seit wenigen Jahren am Markt. Ihre Anlagestrategien sind auf den lagfristigen Vermögensaufbau ausgerichtet, weshalb sich auch erst auf lange Sicht zeigen wird, ob sie bessere Renditen erzielen können als beispielsweise ein breit gestreuter Indexfonds.


Erste Benchmark-Daten für mehrere liefert beispielsweise ein „Echtgeld-Test“ der Plattform brokervergleich.de.


Crowdlending (P2P Lending)

Beim „Crowdlending“ handelt es sich um digitale Kreditvermittlung, bei welcher Privatpersonen an andere Personen sowie kleine und mittelständische Unternehmen Kredite vergeben. Online-Plattformen bringen Anleger*innen, die nach alternativen Anlageformen suchen mit Kreditnehmer*innen zusammen, die keinen klassischen Bankkredit in Anspruch nehmen möchten oder können.


Dabei sind (nach Angaben bekannter deutscher Anbieter) bis zu 10 % Zinsen im Jahr möglich. Gehen Kreditnehmer*innen in die Insolvenz, drohen den Anleger*innen jedoch auch Verluste bis hin zum Totalausfall der Investitionssumme.


Crowdinvesting in Startups

„Crowdinvesting in Startups“ erlaubt Anlegern, sich mit kleinen Beträgen an Risikokapital für junge Unternehmen zu beteiligen. Kann sich ein „Startup“ etablieren, werden Anleger finanziell am Erfolg beteiligt.


Bei einigen Erfolgsbeispielen erhielten die Anleger*innen nach 3-4 Jahren Rückkaufangebote mit Gesamtrenditen von 25 % - 300 % für ihre Investments. Es ist jedoch auch bei professionellen Risikokapitalunternehmen bekannt, dass ein Großteil der Investments scheitert und die Geldgeber*innen Ausfälle bis hin zum Totalverlust hinnehmen müssen. Auch die Daten der Plattform crowdinvest.de deuten darauf hin, dass rund 30 % der per Crowdinvesting finanzierten Startups insolvent oder inaktiv sind.


Wie hoch die langfristige Erfolgsrate beim Crowdinvesting in Startups ist, ist bisher nicht klar. Viele Plattformen sind erst seit wenigen Jahren am Markt und die meisten Beteiligungen laufen noch.


Crowdinvesting in Immobilienprojekte

Die Anlageform „Crowdinvesting in Immobilien“ ermöglicht Anleger*innen, sich mit kleinen Beträgen an Immobilien-Projektentwicklungen zu beteiligen. In der Regel werden keine Immobilien gekauft, sondern Darlehen für Bauprojekte vergeben.


Projektentwickler erhalten über Crowdinvesting Eigenkapitalersatz und können so Finanzierungslücken in Ihren Projekten schließen oder zusätzliche Projekte umsetzen.


Wenn ein Immobilienprojekt scheitert, können Anleger*innen Verluste bis zum Totalausfall erleiden. Wird erst erfolgreich abgeschlossen, erhalten Sie 5-7 % Zinsen p.a. auf kurze Laufzeiten von 12-36 Monaten. Bisher kam es im gesamten deutschsprachigen Raum zum Ausfall von sieben Finanzierungen, ca. 60 % der Beteiligungen laufen noch (Stand 01/2020).


Crowdinvesting in erneuerbare Energien

Beim Crowdinvesting in erneuerbare Energien handelt es sich um Investitionen in verschiedenartige Projekte, die sich mit der Erzeugung von erneuerbaren Energien beschäftigen (beispielsweise Solarstromprojekte oder der Bau von Biogasanlagen). Anleger*innen können sich mit geringen Summen an Finanzierungen für die Projekte beteiligen.


Projektentwickler erhalten über Crowdinvesting Eigenkapitalersatz und können so Finanzierungslücken in Ihren Projekten schließen oder zusätzliche Projekte umsetzen.


Energieprojekte dauern in der Regel 5-10 Jahre und können erfahrungsgemäß an Planungsfehlern scheitern, was zum Totalverlust führen kann. Wird ein Projekt erfolgreich umgesetzt, erhalten die Anleger*innen dafür jedoch Renditen von bis zu 10 % p.a.


Hochzinsanleihen

Meist wird der Begriff „Hochzinsanleihen“ für Anleihen verwendet, deren Emittenten ein schlechtes Bonitätsrating erhalten haben. Rating-Agenturen sehen also ein hohes Risiko, dass der Emittent zahlungsunfähig wird und die Anleihe nicht zurückzahlen kann.


Die Ausfallwahrscheinlichkeit von Hochzinsanleihen wird als so hoch eingeschätzt, dass sie nicht mehr in die Kategorie „Investment Grade“ fallen. Das bedeutet, dass viele institutionelle Investoren sie nicht kaufen dürfen. Sie sind zu einem gewissen Grad spekulativ, denn eine ganze Reihe von Faktoren könnte dazu führen, dass eine Hochzinsanleihe ausfällt. Man spricht deshalb auch von „Schrottanleihen“ (engl.: „junk bonds“).


Als Kompensation für dieses Risiko erhalten Anleger*innen jedoch Zinssätze, die sich deutlich über den Zinsen des Anleihenmarktes bewegen. Um das Risiko bei der Anlage zu streuen, können sie beispielsweise Rentenfonds mit Hochzinsanleihen nutzen.


Kryptowährungen

Kryptowährungen sind digitale Währungen, welche dezentral verwaltet werden. Durch starke Kursgewinne einzelner Währungen (insbesondere bei der Währung „Bitcoin“) wurden sie zum beliebten Spekulationsobjekt.


Gängige Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum repräsentieren keine Sachwerte, sondern erhalten Ihren Wert ausschließlich aus der Bereitschaft Anderer, sie gegen Waren, Dienstleistungen und andere Währungen zu tauschen. Sie sind damit eine hochspekulative Anlage ohne Sicherung vor Werteinbrüchen.


Social Trading

Die Anlageform „Social Trading“ (alternativ: „Copy Trading“) verknüpft digitalen Wertpapierhandel mit Aspekten eines sozialen Netzwerks. Auf Social Trading-Webseiten können Anleger*innen in öffentlichen Musterdepots ihre Aktienhandelsstrategie präsentieren oder die Strategien anderer kopieren.


Social Trading soll Anleger*innen die Möglichkeit geben, ganz einfach von der Expertise erfahrener Trader*innen zu profitieren und so die Chancen von Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren voll auszunutzen.



5,25 % p.a. und strenge Qualitätsstandards: Immobilien-Crowdinvesting bei zinsbaustein.de

Möchten Sie mit geringem Kapitaleinsatz und kurzem Zeithorizont in den Pflegeimmobilienmarkt investieren? Crowdinvesting bei zinsbaustein.de gibt Ihnen die Möglichkeit, mit Beträgen von 500 bis 25.000 € direkt in den Bau einzelner Studentenwohnheime zu investieren. Die Investitionssumme wird als Darlehen an einen Projektentwickler vergeben und nach einer festgelegten Laufzeit von 12-36 Monaten zurückgezahlt.


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Ratgeber Crowdinvesting als Geldanlage