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Online Geld anlegen: Was ist Crowdinvesting in erneuerbare Energien?

ARTIKEL 18.09.2018

Dieser Artikel unserer Serie „Online Geld anlegen“ dreht sich um die Anlageform „Crowdinvesting in erneuerbare Energien“. Erfahren Sie prägnant, in was genau die Investments fließen und lernen Sie die Chancen und Risiken kennen.


Was ist Crowdinvesting in erneuerbare Energien?

Anleger investieren auf Online-Plattformen geringe Beträge, die dann zu großen Summen gebündelt und zur Finanzierung von kapitalintensiven Projekten verwendet werden.


Beim Crowdinvesting in erneuerbare Energien handelt es sich um Investitionen in verschiedenartige Projekte, die sich mit der Erzeugung von erneuerbaren Energien beschäftigen. Darunter fallen beispielsweise:


  • Die Umsetzung von Solarstromprojekten.
  • Der Bau, Ausbau oder die Refinanzierung von Biogasanlagen.
  • Der Bau, Ausbau oder die Refinanzierung von Windparks.
  • Die Finanzierung von Unternehmen, die nachhaltige Technologien zur Energieerzeugung entwickeln.
  • Oftmals wird auch die Sanierung von Gebäuden zu Energieeffizienzhäusern zu den Energieprojekten eingeordnet und auf den gleichen Plattformen angeboten.


Indem sie sich auf Online-Plattformen direkt an diesen Projekten beteiligen, können Anleger unter anderem:


  • Mit relativ geringen Summen einen renditestarken Teil eines Portfolios aufbauen.
  • Ethische Prinzipien bei der Geldanlage umsetzen. Sie können gezielt bspw. die heimische Energiewende oder in Energieprojekte in Entwicklungsländern fördern.
  • Bequem online investieren und ihre Investitionen verwalten.
  • Mit überschaubaren Summen ein diversifiziertes Portfolio aufbauen.


Wie können sich Anleger an Crowdinvestings in erneuerbare Energien beteiligen?

Die Beteiligung an Energieprojekten ist über mehrere Online-Plattformen möglich, die sich auf die Vermittlung nachhaltiger Investments spezialisiert haben.


Auf jeder Plattform können sich Anleger anhand einiger Rahmendaten über die verfügbaren Investitionsprojekte informieren. Nach einer einmaligen Registrierung können sie direkt Geld in einzelne Projekte anlegen.


Crowdfunding.de listete im September 2018 13 aktive Plattformen für Investments in erneuerbare Energien auf.


Was ist das maximale Risiko für Anleger?

Es besteht ein Totalausfallrisiko, da es sich um nachrangige Darlehen handelt. Kommt es zur Insolvenz des Darlehensnehmers, werden aus der Insolvenzmasse zunächst die die offenen Verbindlichkeiten des Unternehmens bedient. Nur wenn danach noch Mittel übrig bleiben, erhalten Nachrangdarlehensgeber Ihre Investments und eventuelle Zinsansprüche ausgezahlt.


Erfahrungsgemäß können erneuerbare Energieprojekte scheitern, selbst wenn der Emittent mit hoher Planungssicherheit durch garantierte Einspeisevergütungen wirbt.


Bei grünen Energieprojekten besteht insbesondere das Risiko von Planungsfehlern. Beispielsweise könnten die Baukosten bei neuen Projekten höher ausfallen als geplant und/oder die prognostizierten laufenden Erträge geringer ausfallen als geplant.


Bei der Investition besteht eine grundlegende Informationsasymmetrie. Potenzielle Investoren erhalten immer nur einen Bruchteil der Informationen, über die der Projektinitiator verfügt. Zusätzlich können Anleger ohne fundierte Erfahrung mit der Energiewirtschaft nicht vollständig einschätzen, ob Kalkulationen plausibel sind und welche versteckten Risiken es geben könnte.


Anleger sollten sich ebenfalls bewusst sein, dass Energieprojekte politischen Risiken unterliegen. Projekte in Europa sind häufig abhängig von Subventionen oder garantierten Einspeisevergütungen, welche reduziert werden können.


Projekte in Entwicklungsländern sind weniger von Einspeisevergütungen abhängig, weil alternative Energie oft eine kostengünstige Alternative zu teuren lokalen Stromnetzen darstellt. Bei einer Investition können jedoch Wechselkursrisiken sowie Risiken durch politische Instabilität entstehen.


Was ist die Erfolgsrate beim Crowdinvesting in erneuerbare Energien?

Der Erfolgsmonitor auf https://www.crowdinvest.de/energie zeigt den in insgesamt 114 Energieprojekte (Stand: September 2018):


  • 89,4 % aller Investitionen liefen noch (102 Projekte).
  • 5,3 % der Projekte wurden zurückgezahlt.
  • 5,3 % der Projekte hatten den Geschäftsbetrieb eingestellt oder Insolvenz angemeldet. Inwieweit die Ansprüche der Crowdinvestoren befriedigt wurden, ist unklar (6 Projekte).



Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Mindest­­anlage­­summe

Investments sind je nach Plattform mit Beträgen ab 100-250 € möglich


Renditen

Beim Crowdinvesting in Energieprojekte stehen oft relativ hohe Renditen einem entsprechen Risiko gegenüber. Die angebotenen Renditen reichen von 4 –10 % p.a.


Ge­­bühren

Crowdinvesting ist in der Regel gebührenfrei für Anleger


Lauf­zeiten

Die Laufzeiten Crowdinvestings in erneuerbare Energien dauern in der Regel 5-10 Jahre


Sicher­­heiten

Crowdinvestings fallen nicht unter die Europäische Einlagensicherung. Bei manchen Projekten werden Bürgschaften eingesetzt, deren Wirksamkeit im Schadensfall jedoch unsicher ist.



Zusammenfassung: Vorteile und Nachteile


Chancen/Vorteile

  • Höhere Renditen als bei Fest- und Tagesgeldprodukten möglich
  • Anleger können „ethisch investieren“ und bei der Investition nachhaltige und/oder soziale Aspekte berücksichtigen
  • Relativ geringe Einstiegssummen (ab 100 €) ermöglichen es auch Kleinanlegern, ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen


Risiken/Nach­teile

  • Totalausfallrisiko wenn ein Projekt oder Emittent zahlungsunfähig wird
  • Energieprojekte sind ein hochkomplexes Thema und Anleger verfügen oft nur über beschränkte Informationen
  • Bei ausländischen Projekten besteht ein Wechselkursrisiko, wenn der ausländische Projektpartner nur Einnahmen in lokaler Währung erzielt und Zahlungsverpflichtungen in Euro hat


Zum Weiter­lesen: Interessante Artikel & Studien

Crowdfunding.de: Crowdinvesting für Energie-Projekte in Afrika
Welche Chancen und Risiken bieten Energieprojekte in Afrika? Ein Gastartikel auf Crowdfunding.de fasst zusammen.

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